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| Elektrischer Strom ist aus unserer heutigen modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Man unterscheidet zwei Arten: Gleichstrom und Wechselstrom. Der sogenannte Drehstrom, wie er auch von den Kraftwerken produziert wird, besteht aus drei Phasen Wechselstrom zu je 50 Hz, d.h. 50 Phasenwechsel pro Sekunde. Dabei sind alle drei Phasen um 1/150 sec bzw. 120° gegeneinander verschoben. |
Der Siegeszug der Elektrizität begann im späten 19. Jahrhundert. Die Pioniere hier waren u. A. Edison, Westinghouse, Tesla, Faraday. Man entdeckte, dass man mit Magneten und einer zu einer Spule gewickelten Draht elektrischen Strom erzeugen konnte, das Prinzip des Dynamos. Umgekehrt konnte ein elektrischer Strom einen Magneten in Bewegung versetzen, dieses Prinzip nutzt man im Elektromotor. Überhaupt merkte man schnell, das Elektrizität und Magnetismus etwas miteinander zu tun haben, ein durch eine Spule fließender Strom erzeugte Magnetismus. Anfangs setzte man auf Gleichstrom (Edison), aber je länger die Leitungen waren, desto größer auch die Verluste, bedingt durch den elektrischen Widerstand. Westinghouse dagegen setzte auf Wechselstrom, wodurch sich die Energieverluste drastisch redurzieren ließen, da sich die Spannung bei Wechselstrom mittels Transformatoren beliebig verändern ließ. Fließt nämlich ein Wechselstrom durch eine Spule, so kehrt sich im Rhytmus des Stromes auch das Magnetfeld ständig um, was dazu führt, dass in einer zweiten Spule, die sich im magnetischen Wechselfeld befindet, ebenfalls ein Wechselstrom fließt. Hier war vor allem Nikola Tesla der Pionier. Die Ausgangsspannung eines Transformators steuert man mit dem Verhältnis der Windungszahlen beider Spule zueinander.
Primärspule, viele Windungen, dünner Draht, Sekundärspule wenig Windungen, dicker Draht: Ausgangsspannung niedriger als Eingangsspannung, hohe Stromstärke.
Primärspule, wenig Windungen, dicker Draht, Sekundärspule, viele Windungen, dünner Draht: Ausgangsspannung höher als Eingangsspannung, niedrige Stromstärke.
Heute wird in den Kraftwerken ein Dreiphasen- Wechselstrom von 50 Hz erzeugt. Dabei sind alle drei Phasen um 1/150 sec., bzw. 120° gegeneinander verschoben (Dreiphasen- Drehstrom). Die Versorgungsspannung der Haushalte beträgt heute 230V, der Drehstrom für Großverbraucher liegt bei 400V.
Heute wird auch in steigendem Maße Elektrischer Strom aus Sonnenlicht gewonnen (Photovoltaikanlagen). Siliziumkristalle haben nämlich die Eigenschaft, dass in ihnen eine elektrische Spannung entsteht, wenn sie dem Licht ausgesetzt sind. Wie bei Batterien und Akkus handelt es sich dabei um eine Gleichspannung.
Windkraftanlagen hingegen erzeugen Dreiphasen- Drehstrom, da sie einen Generator nach dem Dynamoprinzip enthalten, wie er auch in jedem anderen Kraftwerk vorhanden ist.
Vorsicht Lebensgefahr!
Ohne fundierte Fachkenntnisse niemals Reparaturen oder
Manipulationen am Stromnetz oder elektrischen Geräten vornehmen.
Niemals schadhafte Elektrogeräte benutzen, Betriebsanleitung vor
Inbetriebnahme lesen und unbedingt beachten.
Kinder und Jugendliche: Freileitungen, Umspann- und Kraftwerke,
sowie Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz. Nie in der Nähe von
Freileitungen spielen (Modellflug, Drachen steigen).
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