Mittwoch, 25. April 2012

Experimente mit professionellen Apparaten / die Gerätschaften



Als ich als junger Erwachsener eigenes Geld verdiente, konnte ich mir professionellere Geräte für meine Experimente, Beobachtungen und Fotodokumentationen zum Thema Elektromagnetismus und Plasmaphysik beschaffen. Denn gerade die Plasmaphysik, also die ionisiereung von und Entladung in Gasen ist es, die eine ganze Reihe von elektromagnetischen Phänomenen sichtbar werden lässt, die normalereise verborgen bleiben, obwohl wir mit elektrischen Geräten heute geradezu "zugepflastert" sind.
Es war um 1990 herum, als es endlich gelang, mir eine ausreichend starke Vakuumpumpe zu beschaffen. Die erste war eine sogenannte Wasserstrahl-Vakuumpumpe, die normalerweise im Haushalt zur Frischhaltung von Lebensmitteln verwendet wird. Aber die reicht bereits aus, um die Luft in einem Glasgefäß, z.B. einem Marmeladenglas bis auf 10mb und weniger zu verdünnen.
Eine Wasserstrahl- Vakuumpumpe
Eine Wasserstrahl- Vakuumpumpe

Später gelangte ich dann auch an eine elektrische Vakuumpumpe, die im Fotolabor eines zeitungsverlages ausgedient hatte, wo sie für die Fotopapier-Ansaugplatte benutzt worden war.

Meine elektrische Vakuumpumpe mit Saugglocke zum Verdünnen der Luft in Entladungsgefäßen
Meine elektrische Vakuumpumpe mit Saugglocke zum Verdünnen der Luft in Entladungsgefäßen

In einem Geschäft für Lehrmittel in Kiel beschaffte ich mir eine Influenzmaschine zur Erzeugung von statischer Elektrizität in größeren Mengen.

Meine Influenzmaschine zur Erzeugung von statischer Elektrizität mit zwei Leidener Flaschen
Meine Influenzmaschine zur Erzeugung von statischer Elektrizität mit zwei Leidener Flaschen

Mit diesen Geräten konnte ich schon eine ganze Menge machen und erstmals gelangen auch erfolgreich Entladungen in verdünnter Luft, wobei bläulich-violette Leuchterscheinungen auftraten.
Auch gelang es mir, eine sogenannte Plasmakugel zu beschaffen. Sie enthält eine Mischung von Gasen, meist bestehend aus Stickstoff, Argon und Neon, ebenfalls unter niedrigem Druck stehend. Ein Teslatransformator erzeugt eine hochfrequente Spannung von ca. 3KV und leitet sie über eine in der Mitte der Kugel befindliche glasüberzogene Elektrode in die Gasmischung, wobei farbenprächtig leuchtende von unten nach oben aufsteigende Entladungskanäle auftreten. Berührt man die Kugel, werden alle Leuchtstränge in Richtung der Hand gezogen, weil der menschliche Körper mit 70% Wassergehalt ein hervorragender leiter für hochfrequente Ströme ist. Gefährlich ist das nicht, da die Stromstärke extrem niedrig ist.

Entladungsfäden in einer Plasmakugel
                                                       Entladungsfäden in einer Plasmakugel

Bei Berührung der Kugel werden sie in die Hand gezogen
                                     Bei Berührung der Kugel werden sie in die Hand gezogen

Vor einem halben Jahr kam dann der endgültige Durchbruch, ich entdeckte im Internet einen Onlineshop, über den man Experimentiergeräte für die Erzeugung hochfrequenter Hochspannung beziehen kann, dazu alle möglichen Zubehörteile für Hochspannungsexperimente wie Hochspannungskaskaden, -gleichrichter und Kondensatoren für die Erzeugung elektrostatischer Felder, teslaspulen, Erdungskabel, Netzteile und und und... Eine wahre Fundgrube für jemanden wie mich, der sich mit Elektromagnetismus und vor allem der Plasmaphysik befasst. Jetzt habe ich einen High Power High Voltage Generator v2.2 Mini Tesla 40 KHz und einen Class E mit Flachspule 4 MHz. Die Stromstärke am Hochspannungsausgang beider Geräte ist so weit reduziert, dass trotzt der hohen Spannung keine gefährliche Durchströmung des Körpers stattfinden kann, zudem kommt es durch die hohen Frequenzen zum sogenannten "Skin-Effekt", der Strom fließt nur aussen über die Haut ab, weil bei hohen Frequenzen die Elektronen nur noch hin- und herschwingen und sich dabei gegenseitig abstoßen, da sie ja bekanntlich gleichnamig geladen sind. Dennoch ist beim Gebrauch der Geräte Vorsicht geboten, man darf der Hochspannungselektrode auf keinen Fall zu nahe kommen, da ein extrem heißer Plasmalichtbogen entsteht (mehrere hundert bis 1000 Grad), der zu schweren Verbrennungen führen kann.
Hier die Seite des High Voltage Shops: http://www.highvoltageshop.com/

Der High Power High Voltage Generator v 2.2 Mini Tesla 40 KHz
Der High Power High Voltage Generator v 2.2 Mini Tesla 40 KHz

Der High Power High Voltage Generator Class E mit Flachspule, 4 MHz
Der High Power High Voltage Generator Class E mit Flachspule, 4 MHz




Hier eine Dokumentation von Plasmaentladungen als Video.
Auf der nächsten Seite, dem 2. Teil, dokumentiere ich die einzelnen Experimente.

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