Dienstag, 24. April 2012

Historie



Die auffälligste elektrische Erscheinung, mit der die Menschen der vergangenen Jahrhunderte konfrontiert wurden, war das Gewitter. Über die Zusammenhänge, wie das entsteht, und was das ist, wusste man rein gar nichts. Man hielt das für göttliche Erscheinungen. Die alten Germanen glaubten, Donar, der Donnergott würde seinen Hammer schwingen. Daher hat übrigens der Donnerstag seinen Namen.
Im 17. und 18. Jahrhundert entdeckte man, dass gewisse Stoffe geradezu magische Eingenschaften zu haben schienen. Sie zogen leichte Partikel wie Sandkörner, Getreidespreu, etc. an, nachdem man sie mit bestimmten Fellen, hauptsächlich Katzenfell, gerieben hatte. Am stärksten war diese Eigenschaft beim Bernstein, gr. "Elektron". Daher hat dieses heute bekannte Elementarteilchen auch seinen Namen. Mitte des 18. Jahrhunderts, in der Zeit der Aufklärung und der Entdeckungen machte man sich verstärkt daran, diese seltsamen Phänomene zu untersuchen. Einer der Pioniere, der sich sehr für Elektrizität interessierte, war Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Um 1750 machte er während eine Gewitters Experimente mit einem Drachen und erfand so den Blitzableiter. (Hinweis: Vor ähnlichen Experimenten muß dringend gewarnt werden! Niemals bei Gewitter Drachen steigen lassen! LEBENSGEFAHR!) Auch experimentierte man mit den verschiedensten elektrostatischen Maschinen, u.A. einer Glaskugel, in der die Luft stark verdünnt worden war. Darin traten Leuchterscheinungen auf, wenn sie durch Drehung und damit Reibung elektrsiert wurde, ein Phänomen, das heute in abgewandelter Form z.B. bei der Leuchtstofflampe genutzt wird. Das Leuchtprinzip ist aber dasselbe. Denn eine (auch defekte,aber noch mit intaktem Vakuum)Leuchtstoffröhre hat die Eigenschaft, aufzuleuchten, wenn sie elektrostatischer Ladung ausgesetzt wird. Dazu in einem späteren Post noch mehr. Eine andere merkwürdige Eigenschaft hatte mitunter eisenhaltiges Gestein. Es zog andere Gegenstände aus Eisen an und diese Eigenschaft konnte man auch auf andere Gegenstände übertragen, sofern sie aus Eisen bestanden. Auch entdeckte man, dass ein Stab aus Eisen, der diese Eigenschaft hatte, immer in Nord-Süd Richtung zeigte, wenn man ihn frei aufhängte oder auf eine schwimmende Unterlage legte. Diese Eigenheit nutzten schon die frühen Seefahrer als Kompass zur Navigation. Doch erst im 19 Jahrhundert entdeckte man, das die Eigenschaft des Eisen, der sogenannte Magnetismus und die elektrostatischen Phänomene etwas miteinander zu tun haben. Ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts verstand man dann allmählich, was Elektrizität eigendlich ist und auf welch verschiedene Art und Weise sie in großer Stärke erzeugt werden kann, u.A. durch galvanische Elemente, aber auch durch - Magnetismus. Der Siegeszug des elektrischen Stromes begann.

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