Mittwoch, 25. April 2012

Meine Beweggründe, mich mit Elektromagnetismus zu befassen/erste Versuche



Seit meiner Kindheit, als 1969 die ersten Menschen auf dem Mond landeten, befasse ich mit Astronomie. Und dabei kommt man an der Thematik Elektromagnetismus zwngsläufig nicht vorbei. Hinzu kommt, dass man als Kind generell von allen möglichen Leuchterscheinungen fasziniert ist, und die gibt es ja im Universum und auf der Erde ja zuhauf, wobei es sich stets und Phänomene handelt die mit Elektromagnetismus zu tun haben.So kam es denn, dass ich mich auch mit dieser Thematik schon sehr früh intensiv befasst habe. Physik und Chemie, überhaupt Naturwissenschaften waren meine Lieblingsfächer in der Schule. Für meinen Mittelschulabschluß wählte ich die Berufsfachschule Elektrotechnik.
Am meisten interessierten mich jedoch die durch Elektromagnetismus ausgelösten Leuchterscheinungen wie Polarlichter, die Sonnenphysik, Gewitter, kurz, generell die Plasmaphysik. Für Versuche in dieser Thematik, etwa der künstlichen Erzeugung von Polarlichtern, benötigt man jedoch sehr hohe Spannungen. In meiner Jugendzeit wäre es schlicht unmöglich und auch zu gefährlich gewesen, zuhause mit Hochspannung zu exlerimentieren. Der Zufall kam hier zuhilfe. Kernstück hierbei war ein Pullover aus Kunstfasern (Dralon). In den Wintermonaten, wenn die Luft im Haus ohnehin sehr trocken ist, knisterte er, wenn man ihn auszog und bewegte. Und nicht nur das. Im Dunkeln waren bläuliche Funken zu sehen, es knackte sogar im Radio. "Faszinierend", würde Mr. Spock in Startreck sagen, ein funkensprühender Pullover. Irgendwann gelangte ich an eine ausgediente Leuchtstoffröhre aus einer Straßenlaterne. Die leuchtete auf, wenn ich den Pullover neben der Röhre bewegte. Diese versuche weitete ich sehr bald aus. Kunststoffgegenstände wie Plastiktüten und Schüsseln hatten nämlich die selbe Eigenschaft, und die elektrostatische Aufladung konnte ich durch Reibung noch enorm verstärken. Näherte ich einen Metallgegenstand, etwa einen Löffel, oder eine Gabel im Dunkeln dem aufgeladenen Objekt, so sprang regelrecht ein Funke mit feinen Verästelungen über, eine Art Miniblitz. Entladungen in Leuchtstoffröhren und Glimmlampen führten immer zum Aufleuchten derselben. Das ist übrigens dieselbe Art von Elektrizität, mit der man schon im frühen 18. Jahrhundert experimentiert hat. Der Vorteil: Trotzt der extrem hohen Spannungen ist sie ungefährlich, weil nur ein äusserst geringer Strom fließen kann und das Spannungsfeld im Moment der Entladung sofort zusammenbricht, was bei Hochspannungsfreileitungen nicht der Fall ist. Denn nicht nur die Spannung alleine macht die Gefährlichkeit des elektrischen Stroms aus, sondern auch die zur Verfügung stehende Stromstärke, kurz die Gesamtleistung und die ergibt sich auch Spannung mal Stromstärke (U*I=L). Dabei ist U die Spannung in Volt, I die Stromstärke in Ampere, L die Leistung in Watt. Ab etwa 25 Milliampere ist der elektrische Strom tödlich. Gerne hätte ich auch die Entladungen in verdünnter Luft untersucht, kurz, ein künstliches Polarlicht erzeugt. Doch dafür hätte ich eine ausreichend starke Vakuumpumpe gebraucht, um die Luft in einem Glasgefäß bis auf mindestens 10mb verdünnen zu können, aber so etwas hatte ich damals noch nicht. Das kam erst sehr viel später. Darüber mehr im nächsten Post "Experimente mit professionellem Gerät".

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